Klaaf+Dans-2016-Text

Die Ourgrundia Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht wurde 1979 von Vereinsmitgliedern und Menschen der Pfarre Mackenbach gegründet. Zur Pfarre gehören die Einwohner der Dörfer Alfersteg, Atzerath, Heuem, Rödgen, Schlierbach und Setz (Ortschaften der Gemeinde Sankt Vith / Belgien).

Ball mot Klaaf on Dans 2016

 

Eine Karnevalssitzung der lockeren Art, denn hier musste niemand brav an den Tischen sitzen bleiben und stundenlang Reden aufmerksam folgen. Wie schon in den vergangenen Jahren auch beschränkte sich die Anzahl der Redner auf maximal 3 Auftritte, die gut im Programm verteilt wurden. Dazwischen gab es Tanzauftritte, die den Jecken Anlass zu großen Begeisterungsstürmen gab.

 

Die alljährliche Sitzungs- und Ballveranstaltung am Karnevalssamstag im Ourgrund lockte auch 2016 wieder viele Jecken von Nah und Fern in den Saal nach Mackenbach.

Gegen 20.30 Uhr begrüßten die Moderatoren Elisa (Krings) und Tobias (Lerho) die Narrenschar zum Ball mot Klaaf on Dans 2016. Wie jedes Jahr hatte der Elferrat vom Ourgrund wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

 

Als Eisbrecher trat der Nachwuchskünstler Damian Andres in die Fußstapfen seines Vaters, der den meisten Narren als Bonte Pitter bekannt ist. Seine wunderbare Büttenrede ließ schnell erkennen, dass Damian die Rednergene seine Vaters geerbt hatte. Er wusste von Anfang an die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und mit herrlicher Mimik und gutem Sprechrhythmus begeisterte der Schüler alle Jecken im Saal.

 

Nach eine kurzen Pause, in der die Zuschauer selbst das Tanzbein schwingen konnten, hielt der Schönberger Prinz Fabio I. mit Gefolge seinen Einzug in den Ourgrunder Narrentempel. Prinz Fabio I. folgte einer jahrelangen Tradition mit seinem Besuch im Nachbarort zum Karnevalssamstag. Er bedankte sich für die Einladung und wünschte allen Narren noch viele schöne Stunden zusammen in der Karnevalssession. Nachdem er sein Prinzengefolge vorgestellt hatte, legte seine Tanzgarde einen flotten Auftritt aufs Parkett, so dass sie erst nach einer Zugabe von der Bühne gelassen wurden.

 

Als zweite Büttenrede hatten sich danach das bekannte Duo maX & Mäthes auf der Bühne eingefunden. Aber irgendwie schien der Wurm in ihrem Auftritt drin zu sein, denn als Mäthes ein menschliches Bedürfnis überkam und er kurz die Bühne verließ, folgte ihre Rede nicht mehr dem geplanten Ablauf. Wer dann wessen Witze darbringen durfte war anscheinend auch den beiden nicht mehr klar und einige Geschichten wurden gleich mehrfach mit verschiedenen Pointen erzählt. Natürlich hatte ein so gekonnt durcheinander gebrachter Auftritt eine heftig geforderte Zugabe zur Folge.

 

Jetzt hatten alle Jecken wieder Gelegenheit zum Schunkeln und Tanzbein schwingen. Es folgte ein Höhepunkt im Programm, denn die Ourgrunder Tanzbärchen standen zum Einmarsch bereit. Ihr jährlicher Auftritt ist immer wieder ein Augenschmaus. Auch diesmal war ihr Tanz mit vielen besonderen Effekten und akrobatischen Einlagen gespickt und das obwohl sie dieses Jahr einige neue und noch junge Tänzer in ihren Reihen aufnehmen konnten. Jetzt hielt es das Publikum nicht auf ihren Plätzen, der Jubel kannte keine Grenzen und die Rufe nach der Zugabe kamen die Tanzbärchen nach einer kurzen Atempause, in der sie von den Moderatoren vorstellt wurden, nur zu gerne nach.

 

Auch dieses Jahr hatte sich der Büttenredner Jupp, dän Eifeljeck alias Franz Joseph Heck in den Ourgrund eingefunden, um von seinem Leid mit dem anderen Geschlecht zu berichten. Das konnte er dermaßen lustig und mit trockenem Humor zu Gehör bringen, dass das Publikum mehrfach nicht mehr aus dem Lachen heraus kam. Sein Klaaf war überaus unterhaltsam und schien mitten aus dem Leben, so dass die Jecken ihn nicht ohne mehrere Zugaben vom Rednerpult entließen.

 

Nachdem letztes Jahr zum ersten Mal eine heimische Boygroup mit ihrem Auftritt für Furore sorgte, hatten sich die Jungs auch diesmal wieder einen choreografisch aufwendigen Tanz ausgedacht. Unter dem Namen Three2Five legten sie eine Performance aufs Parkett, die besonders bei dem jungen weiblichen Publikum für wahre Kreischorgien sorgte und ihnen die obligatorische Zugabe einbrachte.

 

Danach hatten die Narren wieder Gelegenheit selbst den Tanzfreuden zu frönen und den Pegel der Begeisterung auf normal zu bringen. Denn kurz drauf hatte sich der Ourgrunder Elferrat zum krönenden Abschluss des Abends mit ihrem Auftritt aufgestellt. Sie brachten in diesem Jahr einen Mix tänzerischer Hochleistung in ihrer Karriere zu bekannter 60er-Jahre-Musik auf die Bühne. Die Jecken im Saal staunten ob der unerwarteten Beweglichkeit einiger Männer aus dem Elferrat. Wie sollte es anders sein, forderten die Zuschauer auch hier die Zugabe von diesem künstlerischen Highlight.

 

Bevor nun der Ball richtig loslegen durfte, hatte sich noch der Sankt Vither Prinz Daniel II. mit kleinem Gefolge eingefunden. Prinz Daniel war gerne der Einladung des Ourgrunder Elferrates gefolgt, um als Sankt Vither Narrenherrscher allen Karnevalsveranstaltungen in der Gemeinde seinen Besuch abzustatten. Dies war in der Vergangenheit leider nicht von allen Sankt Vither Prinzen so gehandhabt worden. Umso grösser war die Freude der Ourgrunder Ex-Prinzen und allen anderen Jecken im Saal, dass es Prinz Daniel ein besonderes Anliegen war, hier in Mackenbach mit allen Anwesenden noch einige fröhliche Stunden zu verbringen.

 

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