Im Ourgrund steppte am Samstagabend, den 1. März 2025 der Bär. Pünktlich um 20 Uhr starteten die Moderatoren Kevin und Tobias das Programm des karnevalistischen Abends „Klaaf on Dans“.
26 Jungs und Mädels zwischen sechs und 15 Jahren eröffneten den Abend. Farbenfroh und mit flotter Musik eroberten sie das Publikum.
Anschließend kam es zur Zepterübergabe: Der ausscheidene Prinz Antonio hieß die neue Prinzessin Laura I. (Müllers) und ihre Paginnen Samira und Natascha herzlich willkommen. Sie hat jetzt die Ourgrunder fest im Griff.
Ihre Garde, die Ourgrunder Tanzbärchen, legte eine flotte Sohle aufs Parkett. Die Turboschnecken, Frauen von 20 bis 58 Jahren, zeigten erneut eine tolle Tanzshow, mit flottem Kleiderwechsel und verschiedenen Tanzthemen (Schule, Surfen, Oper). Bauredner Jürgen mit seinem „Horst“ aus Manderscheid brachte das Publikum zum Lachen.
Der Junggesellenverein erzählte anschließend von den Schandtaten des vergangenen Jahres. Zum Schluss war der Elferrat an der Reihe. Zehn aktive, fitte Väter zeigten ihr Können mit Striptease, Springseil und Aerobic. Es wurde gefeiert bis in den frühen Morgen. (Grenz-Echo)
Mit einem wahren Feuerwerk an Tanz, Humor und Musik wurde die Session des ostbelgischen Sitzungskarnevals eröffnet. Die traditionelle Damensitzung am Freitagabend und die Herrensitzung am Samstag boten ein Programm, das die Herzen der Jecken höher schlagen ließ und den Saal der Ourgrundia in ein karnevalistisches Tollhaus verwandelte.
Sitzungsleiter Edgar Andres als Hahn im Korb: „Ne bonte Pitter“ ließ wieder seine Kontakte spielen, um einige feste Größen und Nachwuchskünstler des rheinischen Karnevals in den Ourgrund zu locken.
Sitzungsleiter Edgar Andres brachte die Stimmung auf den Punkt: „Es ist einfach fantastisch zu sehen, wie sehr Humor und Frohsinn in Ostbelgien gepflegt werden. Darum beneiden uns die Künstler, die von dieser Mentalität profitieren.“
Am Freitagabend stürmten die Damen den bis auf den letzten Platz ausverkauften Ourgrundia-Saal, wo das Gentlemen-Ensemble der „Fauth Dance Company“ mit einer elegant choreographierten Tanzeinlage die Stimmung von Anfang an zum Kochen brachte.
Ein besonderes Highlight war der Auftritt von Guido Hoss, der als Mister Feinripp mit skurrilem Charme, witzigen Anekdoten aus dem Alltag und Gesang bei den Damen punktete. Den krönenden Abschluss bei den Damen bildeten „Die Dompiraten“, die mit ihren stimmungsvollen Karnevalshits den Saal zum Beben brachten und die Herzen der Damen im Drei- und Vierviertel-Takt höher schlagen ließen.
Edgar Andres war es auch diesmal wieder gelungen, einige Künstler für einen Auftritt bei den Damen und Herren zu verpflichten. Thomas Cüpper, das schwergewichtige „Et Klimpermännchen“, zeigte sich überwältigt, als sowohl die Damen als auch die Herren an beiden Tagen lautstark in die karnevalistischen Evergreens einstimmten. „Die Ostbelgier sind alle textsicher bis zur dritten Strophe und darüber hinaus. Das erlebt man als Musiker auf Kölner Bühnen kaum noch“, so Thomas Cüpper, der auf seinem „Quetschbeutel“ unter anderem „Lieder aus der Kindheit“ zum Besten gab.
Für die Damen und Herren sorgte Helmut Sanftenschneider mit seiner „Flamenco“-Gitarre und den Mund-Castagnetten mit Kreuzfahrthits und italienisch-spanischen Hits wie „Volare“, bei denen jeweils der ganze Saal mitsang, für Musik-Comedy der Extraklasse. Bei „Labbes & Drickes“ stand derweil der alte Karnevalsschlager „Mir schenken der Ahl e paar Blömcher“ auf dem Programm. Das Lied wurde von den Meistern des feinen Zwiegesprächs zur allgemeinen Erheiterung in allen Varianten und Tonlagen von Martins- und Weihnachtsmelodien bis hin zu Schlager und Rock interpretiert.
Jörg Runge als „Tuppes vom Land“ ist derzeit wohl der gefragteste Reimredner im rheinischen Karneval. Auch in Mackenbach überzeugte der Clown mit der roten Nase mit persiflierten aktuellen Beobachtungen, deren Reimworte vom Publikum sofort aufgegriffen wurden. Das Duo „Willi & Ernst“ gehört zu den Wiederholungstätern im Ourgrunder Karneval. Auch diesmal zogen die beiden Vollblutkomiker alle Register ihres Könnens und wurden erst nach einer Zugabe von der Bühne entlassen. Bei beiden Sitzungen mit von der Partie waren auch die Hot Shoes aus Bütgenbach, die ihre Klasse unter Beweis stellten. Alle Darbietungen, von pointiertem Humor über musikalische Glanzleistungen bis hin zu tänzerischer Perfektion, brachten die Säle an beiden Abenden zum Beben. „Es ist bemerkenswert, wie aufmerksam das Publikum auch nach sechs oder sieben Reden noch bei der Sache ist. Das zeugt von Respekt gegenüber den Künstlern, die dann auch immer wieder gerne zu uns nach Ostbelgien kommen“, betonte Edgar Andres.
Einen Unterschied zu den Damen machte bei den Herren lediglich die Damenriege der „Fauth Dance Company“, die einen choreografisch ausgefeilten Showtanz aufs Parkett zauberte. Der absolute Renner am Samstag war auf jeden Fall „Handwerker Peters“, alias Kai Kramosta, der zum absoluten Zwerchfellangriff blies. Der Ur-Eifeler „HP“, der auf RPR1 eine eigene Comedy-Serie hat, erwies sich als perfekter Problemlöser auf jeder Baustelle und in jeder Lebenslage. Highlight war jedoch Holger Müller in seiner Paraderolle als Ausbilder Schmidt, der mit militärischer Strenge und humorvollen Seitenhieben die Männerwelt aufs Korn nahm.
Mit „Guten Mooorgen, ihr Luschen!“ begrüßte Holger Müller die Männer in Mackenbach, bevor der Routinier die Stimmung der Herrensitzung ein letztes Mal auf den Siedepunkt brachte. Auch er kam nicht ohne Zugabe von den Narrenbrettern. Die Burlesque-Show von Leony Laroc im mannshohen Champagnerglas galt als Hommage an die goldenen 20er Jahre und ließ die Männerherzen noch einmal höher schlagen, bevor Entertainer Danny Huppermans das Kommando übernahm und für den musikalischen Schlusspunkt sorgte.
Beide Sitzungen boten eine bunte Mischung aus Karnevalstradition, mitreißender Unterhaltung und herzlicher Fröhlichkeit. Edgar Andres betonte die außergewöhnliche Stimmung: „Es ist einfach etwas Besonderes, wenn dieser Saal voller gut gelaunter Menschen ist, die unsere Traditionen feiern. Der ostbelgische Humor hat seinen ganz eigenen Charme, und das merkt man an der Begeisterung hier im Saal.“ Die perfekte Organisation und die hochkarätigen Beiträge der Künstler machten die Sitzungen zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Gleich zwei Benefizgalas im Jubiläumsjahr 4x11
Mit einem Augenzwinkern verabschiedete sich Edgar Andres: „Nach der Session ist vor der Session.
Im Jubiläumsjahr 4x11 bieten wir hier in der Ourgrundia-Halle am 1. April mit dem Programm „Lachkräftemangel“ von Handwerker Peters sowie am 6. Mai mit Auftritten der „Neppeser“, „Harald Voss“, dem „Tulpenheini“, dem „Superjecken Dreigestirn“, „Willi und Ernst“ sowie als Stargast Willibert Pauels gleich zwei Benefizveranstaltungen zugunsten der Aktion Damian an.“ Karten gibt es unter ne.bonte.pitter@skynet.be oder auf WhatsApp unter 0474/505717.